Streit um die Malwinen

… oder wo die Hauptstadt „Stanley“ heißt.

Wir schreiben den 2. April 1982. Für die Malwinen war dieses Datum von großer Bedeutung, als dort an diesem Tag ein Konflikt entbrannte. Noch nie etwas von den Malwinen gehört? Meistens ist die Inselgruppe unter einem anderen Namen bekannt, nämlich „Falklandinseln“. Dieses Fleckchen Erde liegt zwar vor der Ostküste von Argentinien, aber gehört derzeit zum Vereinigten Königreich. Doch das war natürlich nicht immer der Fall. Es stellt sich auch die Frage, warum überhaupt die Briten sich auf den Falklandinseln breit gemacht haben. Deshalb wird heute nicht nur der Falklandkrieg im Jahr 1982 beleuchtet werden, sondern auch seine Vorgeschichte. Weiterlesen →

News

Liebe Leser und Leserinnen!

Aufgrund persönlicher Gründe habe ich mich dazu entschlossen folgendes bei der Erscheinung meiner Beiträge abzuändern:

Die wöchentlichen Beiträge zu geschichtlichen Themen werden ab jetzt unter der Woche veröffentlicht und nicht wie bisher am Sonntag.

Die Rubriken „Wusstest du schon“ und „Mythos am Mittwoch“ werden aus zeitlichen Gründen nicht mehr regelmäßig einmal in der Woche erscheinen. Aber ich werde mein bestes tun, immer wieder zwischendurch einen Beitrag in diesen Bereichen zu veröffentlichen.

Ich hoffe, dass Ihr mir weiterhin treu bleibt und fleißig meinen Blog lesen werdet.

Liebe Grüße

Wusstest du, dass…

… der Name der US-amerikanischen Stadt Cincinnati seinen Ursprung im Lateinischen hat? In der römischen Geschichte gab es einen Mann namens Lucius Quinctius Cincinnatus. Übersetzt bedeutet der Beiname Cincinnatus einfach „Lockenkopf“.

Dieser Lucius Quinctius Cincinnatus war nicht irgendjemand. Laut dem antiken Autor Livius hatte er das Amt eines Dictators im Jahr 458 v. Chr. inne. In der römischen Republik verstand man unter diesem Begriff etwas anderes als heute. In Krisenzeiten für Rom wurde vom Senat ein Mann für dieses Amt vorgeschlagen und von einem Konsul eingesetzt. Natürlich hatte der Dictator besondere Befugnisse und Vollmachten. Aber das Amt war zeitlich auf maximal 6 Monate begrenzt. Danach musste der Dictator wieder in sein altes Leben zurückkehren. Angeblich wurde Cincinnatus direkt vom der Arbeit auf seinem Feld geholt und zum Dictator gemacht. Die Römer befanden sich im Krieg mit den Aequer. Cincinnatus soll durch sein außergewöhnliches militärisches Geschick und seine Tapferkeit die Aequer in nur 16 Tagen besiegt haben. Danach legte er das Amt wieder nieder. Während der gesamten römischen Republik galt Cincinnatus als Bespiel für Tugend und Tapferkeit. Das nennte man dann ein „exempla maiorum“.

Gemälde "Cincinnatus verlässt den Pflug für die Diktatur" von Juan Ribera, 1806 (Quelle: Wikicommons)

Gemälde „Cincinnatus verlässt den Pflug für die Diktatur“ von Juan Ribera, 1806 (Quelle: Wikicommons)

Eine Gruppe von US-amerikanischen Kriegsveteranen benannte sich im Jahr 1783 nach eben diesem Cincinnatus einfach als „Society of the Cincinnati“. Die Stadt Cincinnati, die im Bundesstaat Ohio liegt, hat ihren Namen dann von dieser Truppe bekommen. Gegründet wurde die heutige Großstadt im Jahr 1788. Und ihr Name kommt von einem tugendhaften und legendären Römer und nicht etwa, weil in Cincinnati nur Menschen mit lockigen Haaren wohnten.

Mythos am Mittwoch – Tantalos

In der griechischen Mythologie gibt es – wie in fast jeder Glaubensvorstellung – eine Hölle. Doch damit ist nicht wie z.B. im christlichen Glauben die Unterwelt an sich gemeint, sondern nur ein Teil davon. Die eigentliche Unterwelt wird Erebos genannt, das Reich von Hades und Persephone. Manchmal trägt die unterirdische Welt auch den Name ihres Herrschers. Erebos nun teilt sich in drei Bereiche. In welchen man als Verstorbener kam, lag ganz bei einem selbst. Die Seelen traten vor die drei Totenrichter und diese entschiedenen dann aufgrund ihrer Taten über den weiteren Verbleib des Verstorbenen. Wer ein gutes Leben geführt hatte, wurde dafür belohnt. Diese Toten kamen nach Elysium, wo sie ein seliges Leben führen können. Jene Menschen, die weder gut noch böse gewesen waren, wandeln als Schatten auf einer Wiese umher. Dort wächst die Totenblume Asphodelos und die Seelen fristen ihr Dasein in ewiger Langeweile. Natürlich gab es auch Menschen, die ein schlechtes Leben geführt hatten und viele schreckliche Dinge getan hatten. Für diese Frevler und Sünder gab es auch einen Bereich, den Tartaros. Das war der tiefste und dunkelste Teil der Unterwelt. Zeus hatte unter anderem auch die Titanen dorthin verbannt, damit sie ihm nicht mehr die Herrschaft streitig machen konnten. Aber wie gesagt dort befinden sich auch die Seelen der bösen Menschen und ein paar davon kennt die griechische Mythologie auch mit Namen. Die Geschichte von einem dieser Menschen möchte ich euch heute erzählen. Es ist der Mythos von Tantalos. Weiterlesen →

Antlasseier und Ratschen

… oder warum die Glocken zu Ostern nach Rom fliegen.

Gestern suchten unzählige Kinder und auch Erwachsene nach Ostereiern, Süßigkeiten und kleinen Geschenken, die ihre Lieben für sie an möglichst kreativen Orten versteckt hatten. Das ist nur einer der Bräuche, die zu Ostern üblich sind. Doch am Ostersonntag selbst und an den Tagen rund um ihn haben sich zahlreiche Traditionen entwickelt. Diese sind nicht in allen Ländern gleich. Heute wollen wir einen Blick auf die österreichischen werfen, von denen einige auch in Deutschland zu finden sind. Dazu gehen wir am besten chronologisch die Osterwoche, oder auch „Karwoche“ genannt, kurz durch. Weiterlesen →

Wusstest du, dass…

… das Wort „Kar“ wie in Karfreitag von dem althochdeutschen Begriff „kara“ stammt. Das bedeutet „Klage“, „Sorge“ oder „Trauer“. Am Karfreitag gedenken die Christen dem Leiden Jesus Christus und seinem Tod am Kreuz. Für gläubige Christen ist der Karfreitag ein Fastentag und einer der wichtigsten Feiertage des Kirchenjahres.

Mythos am Mittwoch – Odins Opfertaten

Wenn man Leute auf der Straße bitten würde, einen nordischen Gott zu nennen, dann würden die meisten wohl entweder Thor, Loki oder Odin antworten. Letzterer ist der oberste Gott und trägt noch verschiedene andere Namen wie „Alföðr“ („Allvater“), „Geirtýr“ („Speer-Gott“), „Hárr“ („Hoher“ oder „Einäugiger“), „Göndlir“ („Zauberer“) oder „Yggr“ („Schrecklicher“). Odin werden zahlreiche Attribute zugesprochen wie die beiden Raben Hugin („Gedanke“) und Munin („Erinnerung“), die Wölfe Geri und Freki (beide Namen bedeuten „der Gefräßige“, sein achtbeiniger Hengst Sleipnir („der Dahingleitende“) sowie ein Speer der nie sein Ziel verfehlt. Auch diese Waffe hat einen Namen – Gungnir („der Schwankende“). Weiterlesen →

Kilometer für Kilometer

… oder warum man in Reutlingen besser keine Platzangst hat.

Täglich fahren oder gehen wir sie entlang – mit dem Auto, dem Fahrrad und zu Fuß. Wir überqueren ihre Kreuzungspunkte und schauen dabei links und rechts. Um sie von einander zu unterscheiden, hat man ihnen Namen gegeben und durch Schilder, Bodenmarkierungen und Ampeln wird der Verkehr darauf geregelt. Die Rede ist von Straßen und Gassen. Meistens beachten wir kaum in welcher Straße wir uns befinden, außer wir suchen verzweifelt die richtige Adresse. Aber dabei helfen uns ja Straßenkarten und Navis. Ein Großteil der Straßen dieser Welt ist uns nicht bekannt. Ein paar wenige aber sind aufgrund von Besonderheiten wie Aussehen, Länge oder Alter berühmt geworden. Heute ist es an der Zeit, Beispiele für berühmte Straßen und Gassen in dem Beitrag zu betrachten. Weiterlesen →

Mythos am Mittwoch – Aktaion

Für den heutigen Mythos begeben wir uns nach Griechenland, besser gesagt ins Kithairongebirge. In den dichten, unwegsamen Wäldern aus Fichten und Zypressen befand sich ein wunderschönes Tal, das den Namen Gargaphia trug. Dort neben einer dichtbewachsenen Grotte entsprang eine klare Quelle, aus der ein kleiner See entsprang. Dieser kühle und schattige Platz ist der Schauplatz eines sehr bekannten Mythos, nämlich jener über Aktaion. Weiterlesen →