Gut versteckt beim Alten Gipfel

… oder was in Peru gefunden wurde.

Auf der ganzen Welt befinden sich zahlreiche antike Stätten und Sehenswürdigkeiten, die eine große Faszination auf uns ausüben. Die Bauten aus längst vergangener Zeit sind die Hinterlassenschaften großer Kulturen. Von Stonehenge in England über die gewaltigen Pyramiden in Ägypten zu dem Taj Mahal in Indien bis zu den Statuen auf den Osterinseln.

Eine dieser Stätten hat mich schon immer besonders angezogen: Machu Picchu, die einst prächtige Stadt der Inka. Einmal dort oben zu stehen, das ist ein Traum von mir. Machu Picchu wurde in der Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut und liegt im heutigen Peru. Genauer gesagt auf ca. 2450 m Höhe zwischen den beiden Gipfel Huayna Picchu („Junger Gipfel“) und Machu Picchu („Alter Gipfel“), der der Stadt ihren Namen gab. Rund 200 Gebäude sind bis heute erhalten geblieben, teilweise in sehr gutem Zustand. Man schätzt, dass ungefähr 1.000 Menschen in der Stadt gelebt hatten.

Machu Picchu

Machu Picchu

Die Kultur der Inka reicht weiter zurück als das 15. Jahrhundert, aber das große Reich mit der Hauptstadt Cuzco existierte ungefähr 100 Jahre. Dazu gehörten Teile der heutigen Staaten Argentinien, Chile, Kolumbien, Ecquador und natürlich Peru. An der Spitze der Hierarchie stand der „Inka-Kaiser“, der als Sohn des Sonnengottes galt. Daher verwundert es vielleicht nicht, dass zwei der bedeutendsten Gebäude in Machu Picchu dem Sonnenkult gewidmet sind: der Sonnentempel und das Sonnenobservatorium.

Die Kultur der Inka befand sich auf einem hohen Niveau. Nicht nur, dass die Inka wahre Meister der Infrastruktur waren (ca. 35.000 km Straßennetz), sie verfügeten auch über beeindruckende Bewässerungstechnik für ihre, in Terrassen angelegten, Feldern. Auch das Bauwesen zeigte sich hoch entwickelt, wie man am Beispiel der mörtellosen Mauern in Machu Picchu sehen kann. Die Inkas besaßen auch eine ganz besondere Schriftform, die Knotenschrift oder „Quipus“. Entscheidend dabei war die Farbe der Schnüre, Anzahl und Art der Knoten sowie der Abstand dazwischen.

Anfang des 16. Jahrhunderts nahte das Ende des Inkareiches in der Person von Francisco Pizarro, einem spanischen Conquistador. 1532 drangen die Eroberer in das Reich ein und Pizarro bezwang die Inka in nur wenigen Jahren mit Gewalt und Durchtriebenheit. Nach dem Tod des letzten Inka-Kaiser 1572 gehörte das ehemals so große Inkareich nun zum Vizekönigreich Peru.

Machu Picchu blieb aufgrund seiner Lage vor den Spaniern verborgen und versteckte sich bis 1911 erfolgreich vor der Welt. Der US-amerikanische Forscher Hiram Bingham entdeckte Machu Picchu bei einer seiner Expeditionen und begann mit der Untersuchung der Ruinen. 1983 erklärte man Machu Picchu zum UNESCO-Welterbe und 2007 wurde die Stadt in den Anden zu einem der „Neuen Sieben Weltwundern“ ernannt.

Gehen wir vom gut versteckten Machu Picchu aus wieder hinunter ins Tal und beschäftigen uns nächste Woche mit einem Mann und seinem Gemüsegarten.

 

„Nur wenige Romanzen können jemals die der Granitzitadelle über den bedrohlichen Steilhängen von Machu Picchu, der Krönung des Landes der Inka, übersteigen.“ (Hiram Bingham)

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