Piep, Piep, Piep…

… oder wer die USA in Angst und Schrecken versetzte.

Jules Verne

Jules Verne

Der Weltraum – unendliche Weiten… . So beginnt eine der beliebtesten Science-Fiction Serien überhaupt – Raumschiff Enterprise (engl. Star Trek). Das Weltall hat schon seit jeher die Menschen fasziniert und erst vor kurzem haben wir einen Blick auf die Geschichte der Entdeckung und Namensgebung der Planeten geworfen. Auch die Idee diese fremden Welten zu bereisen, manifestierte sich in den Köpfen der Menschen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts schrieb der französische Schriftsteller Jules Verne die beiden Romane „Von der Erde zum Mond“ (De la terre à la lune, 1865) und „Reise um den Mond“ (Autour de la lune, 1870). Was sich zu dieser Zeit noch wie Zukunftsmusik anhörte, sollte rund 100 Jahre später Realität werden.
Nach dem Ende des 2. Weltkrieges begannen die Jahrzehnte des Kräftemessens der beiden damaligen Supermächte USA und UdSSR. Man spricht von der Zeit des Kalten Krieges. Obwohl die beiden Nationen nicht direkt militärisch gegeneinander vorgingen, gab es viele Bereiche, in denen sie ihre Muskeln spielen lassen konnten. Am 25. Dezember 1991 löste sich die UdSSR nach längerem Todeskampf endgültig auf. Was nicht bedeutet, dass USA und Russland politisch danach immer an einem Strang zogen. Man muss sich nur die aktuelle politische Lage vor Augen halten.

Modell von Sputnik 1

Modell von Sputnik 1

Ein Gebiet, auf dem sich die beiden Supermächte versuchten sich ständig gegenseitig zu übertrumpfen, ist die Raumfahrt. Seit den 1950er Jahren war ein wahrer Wettlauf ausgebrochen, wer als erstes das Weltall erobern würde. 1955 kündigten die USA an, einen Satelliten ins All zu befördern. Das konnte die UdSSR nicht auf sich sitzen lassen und ließ ebenfalls die Planung eines solchen Projektes verlauten. Im Jahr 1957 erschütterte die USA ein russischer Name bis ins Mark – Sputnik. Wer war dieser ominöse „Sputnik “? So nannte die UdSSR ihren ersten Satelliten, der die Erde in einer Umlaufbahn umkreiste. Der Name Sputnik bedeutet übersetzt soviel wie „Begleiter“ oder „Wegfährte“. Sputnik 1, soviel Zeit muss sein, war kugelförmig und wog stolze 83 kg. Mit dabei hatte er nur ein Thermometer sowie einen Kurzwellensender. Die Zeit, die Sputnik für einen Umlauf um die Erde benötigte, lag bei 96 min. Doch seine Mission nahm nach 92 Tagen ein Ende, als Sputnik in der Atmosphäre verglühte. Der kleine Begleiter unserer Erde schaffte es ein Signal abzusetzen, das man auf der Erde hören konnte. Bitte hier drücken! Diese paar Piepsgeräusche lehrten die USA das Fürchten. Man spricht heutzutage oft auch von dem sogenannten „Sputnikschock“, den die USA und Westeuropa erlitten hatten. Eine der Reaktionen darauf war die Gründung der NASA im Jahr 1958.
Doch damit nicht genug. Die UdSSR schickte noch weitere Sputniks hinauf ins Weltall. Nur wenige Jahre später gelang es der Supermacht des Ostens ihrem westlichen Gegner einen weiteren Tiefschlag zu versetzen. 1961 bewerkstelligte die UdSSR das bislang Unmögliche. Mit dem Kosmonauten Juri Gagarin flog zum ersten Mal ein Mensch hinauf zu den Sternen.
Erst im Jahr 1966 schafften es die USA, die UdSSR im Kampf um das Weltall hinter sich zu lassen.

Neil Armstrong

Neil Armstrong

Die erste Landung auf dem Mond, wenngleich noch unbemannt, war geglückt. Jules Vernes Vision war Wirklichkeit geworden. Nur drei Jahre später machten sich drei US-amerikanische Astronauten auf den Weg zum Mond und Neil Armstrong ging die so bedeutenden Schritte für die Menschheit.
Ich kann mich noch erinnern, dass ich als Kind ein Quartettspiel hatte, in dem die Geschichte von Sputnik 1 in vier Bildern erzählt wurde. Hinauf mit der Rakete, rund um die Erde in 90 min, Senden des Signals und Verglühen in der Atmosphäre. Sputniks Geschichte – kurz, aber einprägsam dargestellt für Kinder. Selbstverständlich war mir damals die historische Bedeutung dessen, was ich da sah, nicht bewusst. Aber die Zeichnungen von Sputnik haben mich über die Jahre begleitet, so wie es sein Name vermuten lässt.

Lassen wir Sputnik wieder seiner Wege ziehen. Im folgenden Eintrag wird sich zeigen, dass auch totgeglaubte Sprachen länger leben.

„In einer Fünftelsekunde kannst du eine Botschaft rund um die Welt senden. Aber es kann Jahre dauern, bis sie von der Außenseite eines Menschenschädels nach innen dringt.“ (Charles Kettering)

 

 

 

 

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