Die Vorbilder von Helden

… oder was in der „Rabenschlacht“ geschah.

Jede Geschichte hat ihren Helden oder ihre Heldin, sonst funktionieren Erzählungen nicht. Der Held verfügt über besondere Fähigkeiten oder Kräfte, ist in den meisten Fällen das was man unter einem guten Menschen versteht und besteht Abenteuer der mannigfaltigsten Art. Es erwarten ihn zahlreiche Prüfungen, in denen er beweisen kann, was in ihm steckt. Das können gefährliche Ungeheuer sein, schwierige Aufgaben oder aber emotionale Konflikte. Der Verfasser einer Geschichte darf den Helden nämlich auch nicht zu perfekt werden lassen, das wäre langweilig und die Leserschaft könnte sich nicht mehr mit der Person identifizieren. Der Held muss auch Fehler machen dürfen, an sich zweifeln oder oder eine Charaktereigenschaft aufweisen, die nicht positiv besetzt ist. Was ein Held weiters benötigt, ist ein ebenbürtiger Gegner, der mindestens gleich stark und schlau sein muss, aber eben fies und verschlagen. Nur unter größten Anstrengungen gelingt es dem Helden meistens den Bösewicht zu besiegen und die Welt – wo immer sie auch liegt – zu retten. Solche Lichtgestalten findet man nicht nur in Büchern, sondern auch in Comics, in Serien oder auf der Kinoleinwand. Es können Superhelden sein wie Batman oder Iron Man, Agenten namens Bond, James Bond, aber auch Ärzte die um das Leben ihrer Patienten kämpfen wie McDreamy und Co. Als Helden in Büchern wären unter vielen als Beispiele Harry Potter oder Frodo zu nennen. Die Urform der Helden findet sich aber in den Sagen und Mythen. Die großen Heroen der Griechen angefangen bei Herakles über Theseus und Achilleus sind allgemein bekannt. Aber auch die nordischen Sagen und mittelalterlichen Epen haben ihre Helden. Mit außergewöhnlichen Kampfkünsten und ritterlichen Tugenden ausgestattet trotzen Gestalten wie Sigurd, Walther oder Parzival nahezu jeder Gefahr. Heute möchte ich euch zeigen, dass nicht alle dieser Helden reine Erfindung sind. Manche haben historische Wurzeln, wenngleich diese oft verschüttet und nur schwer zu entdecken sind. Dazu müssen wir uns zwei der großen Epen genauer betrachten: das berühmte Nibelungenlied und die Thidreksage rund um Dietrich von Bern.

Beginnen wir mit dem Nibelungenlied. Kurz nochmal worum es geht, falls es jemand vergessen haben sollte: Siegfried, Sohn des Königs von Xanten, will um die Hand Kriemhilds, Schwester der drei Burgunderkönige Gunther, Gernot und Giselher, werben. Durch ein Bad im Drachenblut ist er beinahe unverwundbar geworden und hat sich den Nibelungenhort erkämpft, was ihn unermesslich reich macht. Nach einigen ausgestandenen Gefahren, bei denen er Gunther hilft Königin Brunhild zu besiegen und damit zu seiner Frau zu machen, erhält Siegfried die Hand von Kriemhild. Allerdings geraten die beiden Frauen in Streit, wer der beiden Ehemänner der bessere sei und Kriemhild beleidigt Brunhild aufs Tiefste. Siegfried soll derjenige gewesen sein, der ihr die Unschuld genommen hat. Hagen will die Ehre seines Königs und seiner Königin rächen und schon beginnt man einen Plan auszuarbeiten, wie man Siegfried am besten ermorden könnte. Ein Speer, geworfen von Hagen, trifft Siegfried an der einzigen verwundbaren Stelle und der Held verstirbt. Kriemhild ahnt wer die Mörder sind und vermeidet nun jeden Kontakt mit ihrer Familie. Aber Hagen setzt noch einen drauf und entwendet den kompletten Nibelungenhort, der nun eigentlich Kriemhild gehört. Die Burgunderkönige wissen von der Tat, verweigern aber Sanktionen gegen Hagen bzw. ihr den Schatz wiederzubeschaffen. Daraufhin nimmt Kriemhild den Heiratsantrag des Hunnenkönigs Etzel an und schwört im Stillen Rache für Siegfrieds Tod. Nur darin sieht sie noch einen Sinn. Einige Jahre später kommt es auf König Etzels Burg im Zuge eines Feste zum Kampf zwischen Burgunder und Hunnen. Dabei fallen fast alle Burgunder bis auf Gunther und Hagen. Kriemhild will von Hagen das Versteck des Schatzes wissen und als er es ihr nicht sagen will, lässt sie ihren Bruder töten. Hagen schweigt weiter und Kriemhild erschlägt ihn selbst in namenlosem Zorn. Doch auch sie muss sterben, denn der alte Waffenmeister Hildebrand tötet Kriemhild mit dem Schwert. Das ist der Nibelungen Not und Ende in aller Kürze. Zu einigen dieser Figuren existieren reelle Menschen, die als Vorbilder gedient haben könnten. Fangen wir mit der Person an, die eigentlich in die Streitigkeiten um die Burgunder/Nibelungen unschuldig hineingezogen wird.

Etzel:

Als Vorbild für den Hunnenkönig des Epos diente niemand geringerer als Attila der Hunnenkönig, so genannte „Geisel Gottes“. Den kennen die meisten dann doch aus dem Geschichtsunterricht. Attila herrschte von 434-453 über das Volk der Hunnen. Das Machtzentrum lag in Ungarn und von dort aus kontrollierten die Hunnen die Gebiete an der Donau. Zahlreiche Völker waren Attila tributpflichtig, was in einem anderen Heldenlied thematisiert wird. Im Walthariuslied werden die drei adeligen Kinder Walther, Hildegrund und Hagen als Geisel neben Goldzahlungen als Sicherheit für die Unterwerfung ihrer Heimat ins Hunnenland gebracht. Auch hier spielt König Eztel eine Rolle. Aber zurück zu Attila. Dieser hatte nämlich einen Bruder namens Bleda, der im Nibelungenlied ebenfalls genannt wird, allerdings unter dem Namen „Blödel“. Das Epos verschweigt was aus Blödel geworden ist, den historischen Quellen ist es bekannt. Attila ließ Bleda ermorden. Gegen die Herrschaft der Hunnen regte sich in Europa vermehrt Widerstand und das veranlasste Attila 451 in Gallien einzufallen. Allerdings schlossen sich einige Völker unter Aetius gegen Attila zusammen und es kam zur berühmten Schlacht auf den Katalaunischen Feldern. Der Hunnenkönig musste sich geschlagen geben und zog weiter nach Italien gegen Rom. Hier half nur eine Intervention von Papst Leo, der ihn zum Rückzug bewegen konnte. Während Attila einen Kriegszug gegen das ebenfalls tributpflichtige Ostrom plante, verstarb er. In der Nacht als der Hunnenkönig starb, war eine weiteres historisches Vorbild für eine der Sagengestalten anwesend – die Germanin Ildico.

Die Züge der Hunnen (dtv Altas Weltgeschichte)

Die Züge der Hunnen (dtv Altas Weltgeschichte)

Kriemhild:

Ildico heißt übersetzt „Hilde“ oder „Hildchen“ und in der Forschung wird sie als diejenige Frau angesehen, nach deren Vorbild die Figur der Kriemhild entstand. Kriemhild bedeutet soviel wie „die mit der Maske kämpfende“. Diese wurde eine der zahlreichen Nebenfrauen von Attila dem Hunnenkönig. Während der Hochzeitsnacht soll Attila 453 an einem Blutsturz gestorben sein. Laut Priskos, einem Historiographen des 5. Jahrhunderts, fand man Ildico neben seinem Bett. Ob sie Anteil an seinem Tod gehabt hat, ist unklar. Wie oben erwähnt, wird Kriemhild im Nibelungenlied ebenfalls die Frau des Hunnenkönigs. Dort geht die Sache aber anders aus, denn Kriemhild stirbt während Etzel den Kampf mit den Burgundern überlebt. Aber Kriemhild ist nicht die einzige aus ihrer Familie, die ein reales Vorbild vorzuweisen hat. Auch ihre Brüder Gunther und Giselher kann man in der Geschichte wiederentdecken.

Gunther:

Im Nibelungenlied kommt Gunther, der älteste der drei königlichen Brüder, nicht besonders gut weg. Er wird als schwächlich beschrieben und auch sein Charakter lässt oft zu wünschen übrig. Gunther schreckt nicht davor zurück seinen Schwager Siegfried töten zu lassen, obwohl dieser ihm viele Dienste erwiesen hat. Weiters kann Hagen seinen König ganz leicht davon überzeugen, Kriemhild den Schatz der Nibelungen zu rauben. Sagen wir es mal so, es gibt besser Brüder und fähigere Herrscher als Gunther. In der Geschichte kennt man den Burgunderkönig Gundahar oder auch Gundicharius. Um das Jahr 435 fallen die Burgunder laut historischer Quellen in der Provinz Belgica I. ein, allerdings werden sie von Aetius zurückgeschlagen. Nur ein Jahr später wird berichtet, dass die Burgunder unter der Herrschaft von Gundahar von den Hunnen überfallen werden. Bei der großen Schlacht die folgt, sollen angeblich 20.000 Burgunder ihr Leben gelassen haben. Dies könnte das Vorbild für die Kämpfe zwischen den Hunnen von Etzel und den Burgundern unter König Gunther sein, die während eines Festes in der Burg des Hunnenkönigs ausbrechen. Im Epos wird weiters erwähnt, dass das Zentrum des Burgunderreiches in Worms gelegen hat, was allerdings historisch nicht eindeutig belegt werden kann. Im Nibelungenlied regierte Gunther nicht alleine, sondern teilt sich den Thron mit seinen beiden Brüdern Gernot und Giselher. Zu Gernot kann ich leider kein historisches Vorbild liefern, wohl aber zu Giselher.

Die Burgunderkönige Gunther, Gernot und Giselher (Quelle: Metapedia)

Die Burgunderkönige Gunther, Gernot und Giselher (Quelle: Metapedia)

Giselher:

Dieser ist der jüngste Bruder von Kriemhild und zugleich auch ihr Liebling. Am Anfang ist er gegen die Ermordung von Siegfried, doch mit der Zeit kann ihn Gunther auf seine Seite ziehen. Beim Raub des Schatzes ist er bereits vollständig in die Sache eingeweiht. Das ist der Zeitpunkt, an dem sich Kriemhild auch von ihrem Lieblingsbruder distanziert. Wie der Zufall es so will, hat auch der reale König Gundahar einen Bruder namens Giselher oder Giselhar. So steht es jedenfalls in der Lex Burgundionum, einem alten Rechtscodex der Burgunder. Beide Brüder herrschten gemeinsam im 5. Jhdt. über den Stamm der Burgunder.

Statue von Dietrich von Bern in Bozen (Quelle: Wikicommons)

Statue von Dietrich von Bern in Bozen (Quelle: Wikicommons)

Das wären Beispiele für Sagengestalten aus dem Nibelungenlied, die über reale Vorbilder verfügen. Ähnlich geht es im Thidrekslied, also in der Sage rund um den Helden Dietrich von Bern zu. Vor allem die Hauptfigur ist mit einer äußerst berühmten historischen Persönlichkeit verknüpft. Der Inhalt des Thidreksliedes ist schnell erzählt. Dietrich von Bern, heute heißt die Stadt Verona, besteht gemeinsam mit einigen treuen Genossen wie seinem Waffenmeister Hildebrand und den Kämpfern Heime und Wittich eine Vielzahl von Abenteuer. Er besiegt Riesen, aber auch den Zwergenkönig Laurin. Dietrich wird zum König von Bern gekrönt. Durch die List eines Beraters seines Onkels Emmerich, der in Rom auf dem Thron sitzt, wird Dietrich aus Bern vertrieben und muss ins Hunnenland fliehen. Dort wird er ein enger Vertrauter von König Etzel, den wir schon aus dem Nibelungenlied kennen. Von diesem erhält Dietrich auch eine Armee um sich sein Reich zurückzuholen. Dabei kommt es zur sogenannten „Rabenschlacht“ bei der heutigen Stadt Ravenna. Abermals gelingt es Dietrich nicht sich die Herrschaft über Bern zurückzuholen, zudem wird auch sein jüngerer Bruder Dieter sowie König Etzels Söhne getötet. Also geht es wieder zurück ins Exil zu König Etzel. Das weitere Schicksal des Helden und wie es Dietrich doch noch schafft sich seine Krone zurückzuholen, wird im Nibelungenlied beschrieben.

Dietrich von Bern:

Münze mit einer Abbildung von Theoderich dem Großen (Quelle: Wikicommons)

Münze mit einer Abbildung von Theoderich dem Großen (Quelle: Wikicommons)

Wie auch im Fall König Etzels ist jene historische Person, die mit Dietrich von Bern Gemeinsamkeiten hat, kein Unbekannter. Es handelt sich um Theoderich den Großen, König der Ostgoten, der von 453-526 lebte. Der Stamm der Goten war aus ihrer Heimat Skandinavien nach Osteuropa eingewandert und hatte sich dort in Ost- und Westgoten aufgeteilt. Nach einigen kriegerischen Auseinandersetzungen mit dem römischen Reich, konnte man sich einigen und die Ostgoten wurden auf Reichsgebiet angesiedelt. Theoderich war der Sohn von Thidiumer, einem Herrscher aus dem Geschlecht der Amaler. Hier findet sich auch die erste Gemeinsamkeit, denn der Vater von Dietrich von Bern heißt Dietmar und sein Großvater Amalung. So erzählt es zumindest die Sage. Dietmar ist dem gotischen Thidiumer sehr ähnlich. Im Jahr 461 kam Theoderich als Geisel an den Hof von Konstantinopel, damit sich Ostrom der Treue seines Vaters sicher sein konnte. Ab 474 wird Theoderich als König der Ostgoten genannt und erhielt das Gebiet um Sistowo als Bündnispartner von Konstantinopel. Es folgt ein Plünderungszug nach Thrakien, bevor wir auf eine weitere Figur treffen, die im Thidrekslied erwähnt wird – Odoaker. Vor allem in den älteren Versionen der Sage ist Odoaker der große Widersacher von Dietrich. Bei diesem Mann handelt es sich um einen hochrangigen weströmischen Offizier, dessen Wurzeln germanisch sind. Odoaker ließ den letzten weströmischen Kaiser Romulus Augustulus absetzen und wurde 476 zum König von Italien. 488 brachen die Ostgoten unter Theoderich zu einem Italienfeldzug auf. Dabei konnten die Goten zwar Siege verbuchen, mussten aber auch Niederlagen einstecken. Zwei Jahre lang wurde die Stadt Ravenna belagert. Dieses historische Ereignis hat im Thidrekslied Eingang gefunden, denn hier kennt man Ravenna unter dem Namen „Raben“. In der Sage wird die „Rabenschlacht“ genannt, die zwischen Dietrichs Heer und der Armee seine Onkels Emmerich entbrennt. Im Thidrekslied gelingt es Dietrich von Bern nicht die Stadt zu erobern. Im Gegenteil, sein jüngerer Bruder Dieter sowie die beiden Söhne von König Etzel sterben. Abermals zieht er sich ins Hunnenland zurück. König Theoderich erreichte sein Ziel Ravenna zu erobern, aber nur weil er Odoaker ermorden ließ. Dies geschah an einem Datum, an dem schon einmal eine andere berühmte Persönlichkeit ihr Leben lassen musste – am 15. März 493. Die Iden des März scheinen ein beliebter Tag für Mord zu sein, Julius Caesar kann davon ein Lied singen. Nun war Theoderich der Herrscher über Italien, aber er wurde als kaiserlicher Regent erst im Jahr 497 anerkannt. Der Ostgotenkönig ließ das bestehende Verwaltungssystem so wie es war und versuchte die Goten und römischen Bürger zu vereinen. Allerdings traute er den Römern nicht ganz, denn in wichtige Machtpositionen setzte er gotische Vertrauensleute ein. Theoderich erwies sich weiters gegenüber den Katholiken als tolerant. Der Ostgotenkönig starb 526 in Ravenna, aber er lebte als Dietrich von Bern im Thidrekslied weiter. Kommen wir noch zu einer weiteren Gestalt aus diesem Sagenkreis – Wittich.

Wittich:

Im Thidrekslied wird Wittich als Sohn von Wieland dem Schmied genannt. Von seinem Vater erhält Wittich ein prächtiges Schwert namens Mimung und ein Pferd. Damit zieht er aus, um Dietrich von Bern zum Zweikampf heraus zu fordern. Dietrich nimmt an, muss aber erkennen, dass Wittich ein starker Gegner ist. Beinahe kommt es zur Niederlage des Helden, die allerdings durch das Einschreiten von Hildebrand verhindert werden kann. Wittich wird von da an ein Gefolgsmann von Dietrich und besteht mit ihm zahlreiche Abenteuer. Später wird Wittich ein Gefolgsmann von Dietrichs Onkel Emmerich, allerdings mit dem Einverständnis von Dietrich. Allerdings muss Wittich gezwungenermaßen gegen seinen einstigen Waffenbruder kämpfen als es zur „Rabenschlacht“ kommt. Wittich ist es auch der Dietrichs Bruder Dieter und die Etzelsöhne tötet. Dietrich will Rache nehmen und verfolgt Wittich, wobei letzterer ins Meer stürzt und ertrinkt. Auch in der Geschichte kennt man eine Person mit ähnlichem Namen. Es handelt sich um den Ostgotenkönig Vitigis oder Witichs, der von 536-540 als Nachfolger Theodahads regierte. Er stammte aus keiner adeligen oder wohlhabenden Familie gleich wie Wittich. Weiters was Vitigis ein erfolgreicher und geschickter Feldherr, denn im Kampf gegen das Volk der Gepiden konnte er den Sieg davontragen. Während seiner Regierungszeit kam es zur Eroberung der Stadt Rom durch oströmische Truppen unter dem Feldherrn Belisar. Vitigis belagerte daraufhin die Stadt, musste das Unternehmen aber abbrechen. Der Ostgotenkönig zog sich nach Ravenna zurück – hier gibt es wieder eine Verbindung mit der Sage – und wurde von Belisar belagert. Vitigis gelang es nicht mehr Verbündete zu gewinnen und im Jahr 540 zog Belisar in die Stadt ein. Der Ostgotenkönig ging in die Gefangenschaft nach Konstantinopel.

Auch wenn sich oftmals die Leben der historischen Persönlichkeiten von jenes der Sagen unterscheiden, so gibt es doch gemeinsame Punkte. Die Helden aus den beiden Epen sind auch nur an reale Vorbilder angelehnt. Bitte dies immer zu beachten. Nicht das jemand herumerzählt, Dietrich von Bern hätte wirklich gelebt oder der Burgunderkönig Gunther sei im Hunnenland in Gefangenschaft verstorben. In jedem Mythos oder Sage steckt meist ein kleiner historischer Kern, den es freizulegen gilt. Dann versteht man auch die Entstehung dieser Heldenlieder besser oder weiß, warum sie in einer bestimmten Gegend spielen.

Lassen wir die Heldenlieder über Dietrich von Bern, König Gunther und Kriemhild von ein wenig in unseren Köpfen nachklingen. In der nächsten Woche treffen wir auf vier Damen, die aus einer Familie stammten und die Geschicke Roms für einige Zeit lenkten.

„Man kann nicht immer ein Held sein, aber man kann immer ein Mann sein.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

 

 

 

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