Asien

Hier findest du Informationen zu Asien in der Neuzeit:

A

Aurangzeb: Großmogul von Indien; lebte von 1618-1707; war der Sohn von Shah Jahan und Mumtaz Mahal, dessen Lieblingsfrau; 1657 Entmachtung von Shah Jahan und ein Jahr später Thronkämpfe; ließ seine Brüder hinrichten; hielt seinen Vater unter Hausarrest; konservativer Muslim; wenig Bautätigkeit; Zerstörung von hinduistischen Tempeln und Verbote von Festen der Hindus; Reich geriet unter ihm in die Krise; Rebellionen und Bankrott.

D

Daoguang: Kaiser von China; lebte von 1782-1850; laut den Quellen galt er als fähiger und bemühter Herrscher; seit 1820 Kaiser; in seine Regierungszeit fiel der Kampf gegen den illegalen Opiumhandel durch England sowie der Erste Opiumkrieg; Ausbruch von Unruhen in Hunan und Guizhou sowie der Taiping-Aufstand fanden während seiner Herrschaft statt.

L

Lin Zexu: chinesischer Beamter; lebte von 1785-1850; Gelehrter der kaiserlichen Hanlin-Akademie; Aufstieg im Beamtenwesen durch die Durchführung großer Deichbauprojekte und hohe Verwaltungsposten in verschiedenen Provinzen; kämpfte gegen den illegalen Opiumhandel und rief eine Anti-Drogen Kampagne ins Leben; führte jene Razzia durch, die der Anlass zum Ersten Opiumkrieg war.

M

Mumtaz Mahal: Lieblingsfrau des Großmoguls Shah Jahan; lebte von 1593-1631); Heirat 1612 und wurde die dritte Ehefrau des Großmoguls; starb bei der Geburt eines Kindes; ihr zu Ehren wurde das Taj Mahal in Agra errichtet; dort liegen Mumtaz Mahal und Shah Jahan begraben.

Murad III.: Sultan des Osmanisches Reiches; lebte von 1546-1595; ältester Sohn von Sultan Selim II.; herrschte ab 1574; war nur wenig an Politik interessiert; versuchte eine Gesetz gegen den Konsum von Rauschmitteln einzuführen; Feldzug gegen Persien und der „Lange Türkenkrieg“ mit Europa ab 1593; unter seiner Herrschaft begannen Handelsbeziehungen mit England.

Q

Qing-Dynastie: auch Mandschu-Dynastie genannt; herrschte von 1644-1912 in China; Mitglieder dieser Dynastie stammten nicht von den Han-Chinesen ab; Ahnherr ist Nurhaci vom Volk der Jurchen (östliche Mandschurei); löste die Ming-Dynastie ab; Ende durch die am 1.1.1912 ausgerufene Volksrepublik China.

S

Shah Jahan: Großmogul von Indien; lebte von 1592-1666; dritter Sohn des Großmoguls Jahangir; regierte das Mogulreich von 1627 bis 1658; militärische Erfolge unter der Herrschaft seines Vaters; dreimal Rebellion gegen seinen Vater in den 1620ern; Kämpfe um den Thron; Gesetz gegen die Fertigstellung von hindustischen Tempeln; in frühen Regierungsjahren Einfluss von konservativen Muslimen; Kämpfe gegen die Portugiesen; Bau des Taj Mahals für seine Lieblingsfrau Mumtaz Mahal; wurde von seinem Sohn entmachtet und stand bis zum Tod unter Hausarrest im Roten Fort.

Süleiman II. (oder Süleyman): Sultan des Osmanisches Reiches; lebte von 1642-1691; Sohn von Sultan Ibrahim; verbrachte einen Großteil seines Lebens im Palast Topkapi auf Befehl seines Bruders Sultan Mehmed IV.; wurde nach dessen Tod im Jahr 1687 zum Herrscher der Osmanen; führte den Krieg gegen das österreichische Habsburgerreich weiter; Aufstände der Janitscharen; unter seiner Herrschaft verbesserte sich die Situationen für die christlichen Bevölkerungsteile im Osmanischen Reich; 1690 Wiedereroberung von Belgrad.

T

Taiping-Aufstand: sozial und religiös motivierte Revolutionsbewegung; fand von 1851-1864 in China statt; Anführer war der charismatische Hong Xiuquan, der dem Volk der Hakka angehörte; sein Programm war christlich geprägt; Hauptstadt des Taipinggebietes war Nanking; in 15 Jahren gab es 20 Mio. Opfer; eines der schrecklichsten Ereignisse in der Geschichte Chinas.

Rabindranath Tagore: bengalischer Dichter, Künstler und Philosoph; lebte von 1861-1941; seine Werke gehören zur literarischen Strömung der „bengalischen Renaissance“ z.B. „Ghare baire“ („Das Heim und die Welt“); zwei seiner Lieder wurden zu den Hymnen von Bangladesch und Indien; bekam 1913 den Literaturnobelpreis, damit erster Nobelpreisträger aus Asien.