Die entscheidende Frage

… oder warum Mitgefühl so wichtig ist.

„Oheim (Onkel), wie ist es dir?“ Nach langen Irrungen und Wirrungen richtet der Held Parzival in dem gleichnamigen Ritterepos endlich die entscheidende Frage an seinen Onkel Anfortas. Mit Sicherheit zählt dieses literarische Werk zu den bedeutendsten dem Mittelalters. Viele von uns mussten sich in ihrer Schulzeit damit befassen. Es ist eine Geschichte über das Erwachsenwerden, die Liebe in ihren verschiedenen Formen und den Moment, in dem man sich selbst erkennt. Weiterlesen →

Wusstest du, dass…

… griechischen Mathematikern um 500 v. Chr. die Existenz der Primzahlen bewusst war? Rund 200 Jahre später definierte Euklid (3. Jh. v. Chr.) in seinem Werk „Die Elemente“ diese besonderen Zahlen.  Er war sich bereits sicher, dass es unendlich viele Primzahlen gibt, die nur durch 1 und sich selbst ohne Rest teilbar sind. Formuliert hat es Euklid folgendermaßen:

„Es gibt mehr Primzahlen als jede vorgelegte Anzahl von Primzahlen.“ (Die Elemente, Buch IX)

Euklid lehrte als Mathematiker in Alexandria. Heute ist seine Theorie als „Satz von Euklid“ bekannt. Es existieren nicht nur kleinere Primzahlen, angefangen bei 2, 3, 5, 7, 11, 13, sondern auch größere wie 65.357.

Mythos am Mittwoch – Der Raub der Persephone

Viele Mythen bezeichnet man als „aitiologisch“. Das bedeutet, dass mit so einer Geschichte den Menschen die Ursprünge einer Sache oder eines Umstandes erklärt werden sollte. Das können Erfindungen und Entdeckungen, die Entstehung von gesellschaftlichen Hierarchien, aber auch der Wechsel der Jahreszeiten sein.

Einer der berühmtesten solcher aitiologischen Mythen stammt aus dem antiken Griechenland und handelt vom Raub der Persephone. Darüber erzählte man sich folgendes: Weiterlesen →

Wort für Wort – Zeile für Zeile

… oder welche Pflanze einen natürlichen Klebstoff beinhaltet.

In den vergangenen Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte zählt die Entwicklung der Schrift sicher zu den bedeutendsten. Egal in welchen Teilen unserer Welt man auch forscht, man stößt immer auf Kulturen die diese Art von Kommunikation entwickelt haben. Beispiele dafür wären die Keilschrift in den Reichen des antiken Mesopotamien ist, die Hieroglyphen in Ägypten, die Knotenschrift der Inka oder die chinesischen Schriftzeichen. Schrift hat die unterschiedlichsten Formen angenommen und Alphabete können sich voneinander unterscheiden. Der Zweck bleibt aber immer derselbe – Kommunikation. Etwas ist aber noch nötig, wenn man schreiben will, obwohl diese Objekte oft in den Hintergrund geraten. Man braucht etwas worauf man die Schrift niederschreiben kann. Weiterlesen →

Wusstest du, dass…

… im August 2007 ein russisches U-Boot eine Flagge im Meer unterhalb des geographischen Nordpols in 4261 m Tiefe platzierte? Der politische Status der Arktis ist bis heute ungeklärt, deswegen sorgte die russische Aktion auch international für einigen Wirbel. Vor allem Kanada sprach sich vehement dagegen aus. Nur fünf Staaten dürfen Gebietsansprüche auf das Nordpolarmeer in begrenztem Ausmaß erheben, da sie als Anrainerstaaten gelten. Dazu gehören Norwegen, Dänemark, Russland, Kanada und die USA. Der Nordpol mit seinem umliegenden Gebiet liegt allerdings außerhalb der festgesetzten Grenze, die die Staaten von ihrer Küste aus gesehen beanspruchen können. Dies wurde im Seerechtsabkommen der UN im Jahr 1982 festgelegt.

Mythos am Mittwoch – Hvitsekur

Wer schon einmal in Island war, der weiß, was die Insel im hohen Norden alles zu bieten hat. Vor allem ist Island für seine zahlreichen unterschiedlichen Landschaften berühmt und für die Naturphänomene, die dort auftreten. Sprudelnde Geysire, tosende Wasserfälle, kochend heiße Quellen, aber auch Gletscherlagunen und Lavawüsten kann man in Island bewundern. Um eine Vielzahl solcher landschaftlichen Besonderheiten ranken sich so manche Sagen und Legenden. Trolle, Feen und Gespenster sollen an vielen Orten ihr Unwesen treiben. Einer dieser Plätze ist der so genannte „Hvitserkur“ im Norden von Island. Dabei handelt es sich um einen Basaltfelsen im Meer nahe der Küste. Weiterlesen →

Domhnach na Fola

… oder warum Schüsse in Derry fielen.

„I can’t believe the news today
I can’t close my eyes and make it go away.
How long, how long must we sing this song?
How long, how long?
‚Cause tonight
We can be as one, tonight.“

Diese Zeilen sind die erste Strophe des bekannten Lieds „Sunday Bloody Sunday“ der irischen Band U2. Weiterlesen →

Wusstest du, dass…

… heute vor 517 Jahren die Ordensschwester Katharina von Bora (1499-1552) geboren wurde? Geschichtliche Bedeutung erlangte diese Dame vor allem durch ihre Ehe mit dem Reformator Martin Luther (1483-1546). Im Kloster kam sie mit den Lehren von Luther in Berührung und floh mit Hilfe des Reformators, begleitet von weiteren Ordensschwestern, im Jahr 1523 von dort. Nur zwei Jahre später heirateten Katharina von Bora und Martin Luther. Sie war zum damaligen Zeitpunkt 26 Jahre alt.

Mythos am Mittwoch – Romulus und Remus

In Mythen kommt es häufig vor, dass Helden und Königskinder als Babys ausgesetzt werden und dann von wilden Tieren gesäugt werden. In weiterer Folge sind es meistens Hirten, die sich der Kinder annehmen. Auf Umwegen kommen die Helden, Prinzen und Prinzessinnen dann wieder zurück in den Palast und ihr Schicksal erfüllt sich.

Die berühmteste Geschichte über Kinder, die ausgesetzt und von einem wilden Tier gesäugt wurden, handelt von den Zwillingsbrüdern Romulus und Remus. Alles begann als der römische Kriegsgott Mars (griech. Ares) auf der Erde umherblickte und eine Priesterin der Göttin Vesta (griech. Hestia) sah. Sofort stieg Begehren in den Gott auf. Sie hieß Rhea Silva und war nicht irgendeine gewöhnliche Frau, sondern die Tochter von König Numitor. Dieser herrschte über die Stadt Alba Longa. Numitor hatte aber noch einen Bruder mit Namen Amulius, der auch gerne König gewesen wäre. Also wurde König Numitor von Amulius vom Thron gestürzt. Die schon erwähnte Rhea Silva musste als Priesterin der Vesta diente. Diese nannte man Vestalinnen und eine Voraussetzung für die Ausübung dieser Tätigkeit war Jungfräulichkeit. Wenn eine der Priesterinnen dagegen verstieß, erwartete sie eine strenge Strafe. Weiterlesen →

Besuch aus dem hohen Norden

… oder warum sich Klöster für Überfälle geeignet haben.

In der Geschichte gibt es Themen die die Menschen mehr faszinieren als andere. Das merkt man an den zahlreichen Adaptionen und Rezeptionen in verschiedenen Medien wie Büchern, Musik, aber auch Film und Fernsehen. Es sind nicht nur Dokumentationen, sondern auch Spielfilme und ganze Serien zu historischen Themen. Vor allem die „Blockbuster“ nehmen es eher locker mit der historischen Genauigkeit. Warum weiß ich? Eigentlich ist die Geschichte schon an sich spannend genug, aber das scheint einigen Regisseuren und Drehbuchschreibern nicht zu genügen. Zu den oben bereits erwähnten faszinierenden Themen gehören mit Sicherheit auch die Wikinger. Vielen, die ihre Kindheit in den 1980er Jahren verbracht haben, ist die Zeichentrickserie „Wickie und die starken Männer“ in Erinnerung geblieben. Weiterlesen →